OSTEOPATHIE - die craniosacrale Therapie

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Cranio-Scaral-Biodynamics

Das craniosacrale System wurde von dem amerikanischen Arzt und Osteopath W.J. Sutherland Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckt. An der Weiterentwicklung der Cranio-Sacral-Therapie waren in den letzten Jahrzehnten vor allem V. Fryman und J. Upledger beteiligt. Desweiteren Dr. R.Becker und F. Sills, die den Schwerpunkt der cranio-sacralen Arbeit auf die Bewegung im Flüssigkeits- und Gewebefeld legten und diese als biodynamische Cranio-Sacral-Therapie fortführten. Die craniosacrale Arbeit fördert aktiv die Gesundheit im menschlichen Körper. Die Gesundheit ist immer präsent im Körper, auch wenn sie überdeckt ist von Krankheiten und anderen traumatischen Ereignissen. Leben ist Bewegung, sagte der Begründer der Osteopathie A. T. Still - und wenn sich eine Krankheit im Körper manifestiert, beeinträchtigt diese das freie Fließen im Gewebe- und Flüssigkeitsfeld des menschlichen Organismus.

Das craniosacrale System besteht aus den Schädelknochen (Cranium), der Wirbelsäule mit Kreuzbein (Sacrum) der Hirn- und Rückenmarkshäuten (Dura mater) sowie der Gehirnflüssigkeit (Liquor), die Gehirn und Rückenmarkskanal (zentrales Nervensystem) schützend umgibt. Es ist neben Herz und Atmung der dritte autonom arbeitende Mechanismus im menschlichen Organismus. Die an- und abschwellende Fluktuation der Gehirnflüssigkeit kann von geübten Händen in verschiedenen Rhythmen (Craniosacraler Rhythmus, Mid-Tide, Long-Tide) zur Befundung und Behandlung am ganzen Körper wahrgenommen werden. Wenn diese Rhythmen in ihrem freien Fließen gehindert sind, können körperliche und seelische Beschwerden verschiedenster Art auftreten, wie zum Beispiel:

  •  Chronische Wirbelsäulenbeschwerden

  •  Gelenkstörungen an Armen und Beinen

  •  Migräne und Kopfschmerzen, Schwindel, Augen- u. Ohrbeschwerden, Tinnitus, Hörsturz

  •  Kiefergelenksbeschwerden, Zähneknirschen

  •  Folgen von Unfällen und Operationen

  •  Folgen von Dauerstress, Erschöpfungszustände, Immunschwäche

  •  U.v.m.

Die Osteopathie geht grundsätzlich von der Fähigkeit des Organismus aus, sich mit seinen Selbstheilungskräften wieder ins Gleichgewicht zu bringen und äußere und innere Einflüsse zu verarbeiten. Ist der Organismus damit überfordert, aktiviert die craniosacrale Arbeit diese Fähigkeit.

 

Zur Therapie

Die Bewegung des craniosacralen Systems sowie die feinen Eigenbewegungen des Gewebes werden am gesammten Körper erspürt. Bestimmte Kriterien wie Amplitude, Kraft, Symmetrie und Qualität des craniosacralen Rhythmus werden als Grundlage der Behandlung vom Therapeuten differenziert wahrgenommen. Es werden sanfte nicht-invasive Techniken angewandt, die darauf abzielen freie Beweglichkeit im Falle einer Beeinträchtigung wieder zu ermöglichen. Dadurch wird tiefe Entspannung und Selbstheilung auf allen Ebenen möglich.Die Entwicklung eines differenzierten ganzheitlichen Körperbewusstseins ist eine Basis für neue Verhaltensweisen.